Das Aramäische Vaterunser
Singend und tanzend mit dem ganzen Körper beten
14. September 2009, St. Augustin

Das „Aramäische Vaterunser“ ist ein Tanzzyklus, der von Neil Douglas Klotz auf der Grundlage des in den aramäisch sprechenden Kirchen der Welt gebräuchlichen Textes des Vaterunsers geschaffen wurde. Für die Melodien hielt er sich an traditionelle nahöstliche Gesangstraditionen. Bei diesem Tanzzyklus wird das Vaterunser mit dem ganzen Körper gebetet, und die miteinander verflochtenen Melodien der Musik drücken die miteinander verwobenen Gefühle und Bedeutungen der gesungenen Worte aus.
Der Tag wurde geleitet von Ariënne und Wim Wali van der Zwan aus Belgien. (Ariënne: Kunststudium, Therapeutin; Wim: Musiklehrer, Journalist und Schriftsteller. Beide sind Senior Mentoren der Mentor Teachers Guild of the Dances of Universal Peace und autorisiert von Douglas-Klotz.) Sie führten am Vormittag zunächst ins Singen und Tanzen ein. Am Nachmittag wurden die Bitten des Vaterunsers, jeweils meditativ eingeleitet, in ihrem ganzen Ablauf gesungen und getanzt. Die Brotbitte schloss ein einfaches liturgisches Mahl ein. Durch die Aramäische Sprache erschlossen sich neue, überraschende Bedeutungshorizonte. Die nur durch Gitarre(n) und Flöte begleiteten Gesänge und Bewegungen führten in eine große Dichte und Tiefe des Gebets, das uns wie kein anderes an der Spiritualität Jesu Anteil gibt.